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Trio con Brio mit viel Feuer

Sie gestalteten die Musikgeschichte rückwärts: Im Künstlerkonzert der Musikschule Butzbach mit dem „Trio con Brio“ standen romantische Werke für die Besetzung Klarinette, Cello und Klavier auf dem Programm. Der Klarinettist Philipp Völger führte hierbei mit viel Wissenswertem und fröhlichem Augenzwinkern durch das Programm. Begonnen wurde mit den Acht Stücken op 83 von Max Bruch, welche dieser in den Jahren 1909 und 1910 komponierte. Der Komponist selbst riet davon ab, alle acht im gleichen Programm aufzuführen uns so hatten die Künstler sich drei der Stücke ausgesucht. Alle drei in sich geschlossene Charakterstücke, die noch ein letztes Mal den sensitiven, emotionalen Bereich der musikalischen Romantik reflektieren. Max Bruch fand hierbei für jedes Instrument den jeweils wärmsten Ausdruck und das war es auch, was diese Stücke so anziehend machte, spielten doch Philipp Völger, Michael Ernst und der vor allem die virtuosen Läufe am Klavier meisterhaft bewältigende Georg Klemp mit starkem Ausdruck und großer Hingabe.

Auf dem Programm stand des Weiteren das Trio op 3 in d-moll des eher unbekannten Alexander von Zemlinsky. Geschrieben wurde das Werk in den Jahren 1895 und 1896. Zemlinsky erhielt dafür bei einem von Johannes Brahms gestifteten Kompositionswettbewerb den ersten Preis. Die farbige, zuweilen üppig aufblühende Harmonik gestaltete „Trio con Brio“ mit Überzeugung. Die in der intensiven Struktur liegenden melodischen Linien und motivisch-thematische Gebilde wurden mit Liebe zum Detail sehr ansprechend hörbar gemacht. Für die klangliche Gestaltung im Sinne des Komponisten sieht das Werk für die Rahmensätze den Einsatz der B-Klarinette, für das in der Mitte stehende Andante die A-Klarinette vor.

Nach der Pause erklang dann das jüngste Trio des Abends von Johannes Brahms, komponiert im Sommer 1891. Nachdem der Komponist im Frühjahr des genannten Jahres den Klarinettisten Richard Mühlfeld kennenlernte, rückte er von seinem Vorsatz, nichts mehr zu komponieren ab und schrieb neben weiteren Werken das Trio op 114 in a-moll. Brahms verwendet hier durchweg nur die A-Klarinette, die gegenüber der häufiger verwendeten B-Klarinette ein dunkleres Timbre hat. Im Vergleich zu den beiden vorher gespielten Trios ist dieses schlichter, stützt sich auf zwei Grundmotive und lässt sich am besten als ein ruhiges nachdenkliches Gespräch zwischen den Instrumenten beschreiben. So intensiv gelang dem Trio con Brio dieses Miteinanderspielen, dass zu dem sehr eindrücklichen Konzertgeschehen eine weitere Zugabe gewünscht wurde. Was war da besser geeignet, als den Kreis mit einem weiteren Werk aus den Acht Stücken von Max Bruch zu schließen.


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