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Big Band Klänge in der Wendelinskapelle
Ein Frühlingskonzert gab die Big Band Black Dots der Musikschule Butzbach vergangenes Wochenende in der Wendelinskapelle zum Besten. In voller Besetzung wurde gespielt mit vier Trompeten, vier Posaunen, fünf Saxofone, dazu die Rhythmusgruppe und Reinhard Skudlik als neuer Sänger. Er und Big Band-Leiter Gerhard Brunner führten mit interessanten Informationen durch das Programm. Gleich mit „Just a Gigolo“ von Leonello Casucci gelang der schwungvolle Einstieg in den spannenden Konzertabend. Viele weitere Big Band-Standards in Instrumentalversionen wie das vermutlich auf dem Highway in den USA entstandene „Route 66“ von Bob Troup oder „Puttin´on the Ritz“ von Irvin Berlin ließen mit ihrem vollen Sound das Gefühl der Big Band-Hochzeit der 1920er bis 1960er Jahre aufblühen. Auch Bossa Nova-Klänge, also brasilianische Musik- und Tanzstile waren zu hören beispielsweise in „One note samba“ von Antonio Carlos Jobim und „Mas Que Nada“ von Jorge Ben. Diese tief in der brasilianischen Kultur verwurzelte Musik spiegelt das Lebensgefühl der urbanen Mittelschicht wieder. Die Mischung aus Leichtigkeit, Melancholie und weichem Dahinfließen bewältigte Black Dots mit Bravour und schaffte eine besondere Atmosphäre.
War die Mehrzahl der Stücke instrumental, so gab es doch auch einige Lieder mit Gesang, meist von Reinhard Skudlik als Liebeslieder verschiedener Inhalte und Versionen angekündigt. Mit voller sonorer Stimme weckte er die passenden Gefühle wie in „All of me“ von Seymor Simons, dem ältesten Lied des Abends. Aber auch Showtime ist sein Talent, tanzte er doch auch zu seinen Stücken, bewegte sich innerhalb des Publikums und baute intensiven Kontakt zu den Zuhörenden auf.
Nicht zu vergessen die diversen solistischen Einlagen. Hier sind zu nennen die Posaunisten Volker Martin und Florian Mitnacht, die Saxofonisten Klaus Dahmann und Max Rauch, die Trompeter Joachim Kunze und Bernd Mangels, die Schlagzeuger Lara Geinitz und Thomas Gutsche sowie der Pianist Jens Wallrabenstein. In typischer Big Band Manier spielten sie improvisatorisch virtuose Einlagen und gaben dem wirkungsvollen Big Band-Sound die jeweiligen Sahnehäubchen. Im Laufe des Konzertes wurden alle Spieler und Spielerinnen von Gerhard Brunner vorgestellt und bekamen ihren verdienten Einzelapplaus. Der starke Beifall für Black Dots als Ganzes am Ende forderte eine Zugabe, welche den insgesamt 22 Titeln folgte. Ein rundherum beeindruckender musikalischer Abend.