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Traumwelten verzauberten Butzbach

Giorgi King und Salome Wagner

Alexandra Steinhauer und Torsten Hofmann

Anne-Sophie Göbler

Fiona Schön & Joachim Wagenhäuser

Joachim Wagenhäuser

Joachim Wagenhäuser & Adrienne Edwards

Leonie Minor

Miora Gerull

Naemi Wagner

Rebecca Schön

Bereits die ungewohnte Aufstellung in der Wendelinskapelle am vergangenen Sonntag mit Bühne an einer der Längswänden, Kerzenleuchter und entsprechend anderer Sitzordnung des Publikums verhieß ein Konzert der anderen Art. Mit großem Engagement hat der Klavierfachbereich der Musikschule Butzbach unter der Leitung von Joachim Wagenhäuser mit dem Titel Traumwelten ein herausragendes zur Adventszeit passendes Konzert gestaltet. Beginn und Ende markierten verschieden große Klangschalen, die in der Kapelle an unterschiedlichen Stellen gespielt einen vibrierenden Raumklang erzeugten. Und dann wechselte sich Musik mit Texten ab. Miora Gerull setzte gleich mit der Fantasie in d-moll von Wolfgang Amadeus Mozart einen hohen Maßstab für die weitere Musik, mit viel Reife gestaltete sie die unterschiedlichen Abschnitte in ihrem Klaviersolobeitrag. Ein zweiter folgte mit dem Moment musical in As-Dur von Franz Schubert, einerseits nachdenklich, andererseits ergreifend gespielt von der Klavierschülerin Naemi Wagner. Mit der Geschichte der Entstehung des Hirtenrohres Syrinx wurde Claude Debussys gleichnamiges Werk für Flöte solo eingeleitet, von Rebecca Schoen hervorragend und einfühlsam gespielt.

War die musikalische Gestaltung Schülerinnen und Schülern der Musikschule vorbehalten, so trugen die äußerst gelungenen Textbeiträge die Gesangslehrerin Alexandra Steinhauer und der Leiter des Fachbereichs „Elementare Musikerziehung“ Torsten Hofmann vor. Sigmund Freuds Traumdeutung fand hier ebenso ihren angemessenen Platz wie Martin Luther Kings auch heute leider wieder sehr aktueller Traum vom Zusammenleben der Menschheit. Aber auch heitere Noten gab es durch ein Gedicht Eugen Roths, welches die Probleme des Zudeckens beim Einschlafen humorvoll beschreibt. Sabine Röhm und Johanna Focking mit Gesang und Klavier boten eindrucksvoll mit „I dreamed a dream“ von Claude-Michel Schönberg die passende Musik dazu, ebenso wie die Geigenschülerin Anne-Sophie Göbler, begleitet am Klavier von Dorothee Hildebrand mit der Träumerei von Robert Schumann. Beide Beiträge trugen viel zur Verzauberung der  Stimmung bei.

Dass Träume auch Alpträume sein können, bewies das Darth-Vader-Theme aus dem Weltraummärchen „Star Wars“, komponiert von John Williams. Konnte die Hornschülerin Fiona Schoen doch hier die ganze Kraft ihres Instrumentes entfalten. Dass aber auch zarte Töne bei einem Horn möglich sind, präsentierte sie bei ihrem zweiten Stück, ebenfalls begleitet von Joachim Wagenhäuser am Klavier: „In Dreams“, Filmmusik arrangiert für die genannte Besetzung von James Horner aus dem Film „Herr der Ringe“ war dann wieder ganz dem angenehmen Träumen verhaftet.

Traumhaft auch „Après un reve“ von Gabriel Fauré. Hier zeigten die Celloschülerin Salome Wagner und der Klavierschüler Giorgi King mit diesem ausdrucksstarken Werk und ihrem ebensolchen Spiel ein sehr gutes Beispiel gelungenen Zusammenspiels.

Eine Art Brainstorming ausgehend vom Wort „Traum“ der beiden Moderatoren führte über Begriffe wie „Traumfänger“, „traumhaft“, „Traumfabrik“ und „Nacht“ schließlich zur „Nachtigall“ und somit zum Titel eines Harfenstückes von Deborah Henson-Conant. Leonie Minor, sich gerade auf den Jugend-Musiziert-Wettbewerb vorbereitende Harfenschülerin, trug „The Nightingale“ souverän, ausdrucksstark und mit viel Gefühl für die Klangmöglichkeiten der Harfe vor. Auch mit Tasten behaftet und somit Teil des Klavierfachbereichs ist das Akkordeonensemble der Musikschule Butzbach. Zwei Werke hatten sie unter der Leitung von Petra Jehle vorbereitet: Ein Potpourri mit den bekannten und immer wieder gerne gehörten Melodien aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Zauberflöte, eben auch ein phantastisches Märchen, zauberten sie von der Empore herab. In Gabriellas Sang begleiteten sie gekonnt die von der Geigerin Marion Adloff gespielte Gesangsmelodie, vielen bekannt aus dem Film „Wie im Himmel“, was einige Zuhörerinnen zu Tränen rührte, wie sie nach dem Konzert bekannten.

Die Gesangsschülerin Adrienne Edwards, begleitet von Joachim Wagenhäuser, sang „I´m dreaming of home“ von Philippe Rombi aus dem Film „Merry Christmas“ sehnsuchtsvoll und mit großem musikalischem Ausdruck.

So viele verschiedene Beiträge zeugten von guter Zusammenarbeit des Klavierfachbereichs mit den anderen Fachbereichen der Musikschule. Aber zwei weitere Klaviersolobeiträge gab es dann doch noch. Oscar Krzeczek spielte passend in schön romantischem und expressivem Gestus das Nocturne in Es-Dur von Frederic Chopin. Und bei der ganzen traum- und zauberhaften Musik durfte auch „Hedwigs Theme“ nicht fehlen, ein hochvirtuoses Arrangement von Jarrod Radnich aus der Filmmusik von Harry Potter, souverän gespielt von Giorgi King.

Ein Konzert als Gesamtkunstwerk: Über die leuchtenden Kerzen, die mit großem Ausdruck vorgetragenen Texte und die wunderschöne Musik hinaus trugen die stimmungsvollen Bilder, welche an eine Wand der Wendelinskapelle projiziert wurden und jeweils äußerst passend die jeweiligen Töne oder Worte untermalten, zu der traumhaften Atmosphäre dieses überaus gelungenen Konzertes bei. 


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