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Lieblingsstücke in der Kapelle

Kategorie: Archiv - Presse
Artikel vom: Sonntag 18. Oktober 2015

Neben wunderschöner Musik für zwei Gitarren erfuhren die Zuhörer vergangenen Samstag bei einem Konzert der Musikschule Butzbach in der Wendelinskapelle sehr viel Interessantes über die einzelnen Stücke, welche das Gitarrenduo WiBración vorstellte. Ursprünglich für Klavier komponiert, von Maurice Ravel selbst für Orchester bearbeitet, spielten Hannah Wirmer und Matthias Brakel ihre eigene Version von „Pavane pour une infante defunte“. Bereits da zeigte sich der rote Faden, welcher die Atmosphäre des Konzertes bestimmte: Zurückhaltende zarte Klänge schufen eine äußerst besinnliche Stimmung, welche sich meist auch in „Princess of Lykia“, dem zweiten Stück des Abends, einstellte. Hier herrschten orientalische Klänge vor, zum Teil mit pizzicato, also der Dämpfung der Saiten gespielt, kein Wunder, ist der Komponist Fazil Say doch türkischer Herkunft. Weiter ging es mit „dem Franz Schubert der Gitarre“, Fernando Sor, angekündigt als der wichtigste Gitarrist für heutige Gitarristen. Sein Divertissement op 62 erklang strahlend und wurde von beiden Künstlern mit eindrucksvollem Zusammenspiel vorgetragen. In seinen „Two Russian Pieces“ verfremdete der Komponist Konstantin Vasiliev eingängige Melodien. Zart in dem mit „Vision“ überschriebenen Satz und rhythmisch ausgefeilt im „Dance of the Skomorokhs“, den mittelalterlichen russischen Spielleuten, brachte WiBración wirkungsvoll die Intention dieser beiden Stücke zu Gehör.

Nach Frankreich ging es anschließend mit dem Komponisten Francis Kleynjans, welcher in seinen „Trois Romances“ durch zahlreiche Spielanweisungen in den Noten seine genaue Vorstellung dieser Stücke beschrieb. Ob WiBración diese erfüllte, wissen wir nicht. Wohl aber, dass die Künstler selbst eine sehr genaue Vorstellung von romantischer Spielweise mitbrachten und hier wunderschöne Klänge erzeugten und gestalteten. Mit drei Duetten des in Klassik, Rock, Jazz und Weltmusik verhafteten Philip Houghton endete das Konzert. Hier ragten besonders der Satz „The Mantis and the Moon“ und „Alchemy“ heraus. In ersterem wird beschrieben, wie eine Gottesanbeterin versucht, den Mond zu fangen, scheitert und daran verrückt wird. Faszinierend die Umsetzung in Komposition und Interpretation der Sprünge, des Krabbelns, des Seilwerfens und des Irrsinns der Gottesanbeterin. In Alchemy dann Tongirlanden, Kaskaden, die Erzeugung von Energie, Sprühen von Funken aus den Gitarren. Dabei war die große Virtuosität von Hannah Wirmer und Matthias Brakel zu hören, mit schnellen Läufen und beeindruckender Zupftechnik. Viel Applaus gab es zwischen den einzelnen Beiträgen, noch mehr am Schluss, und ein hochzufriedenes Publikum verließ die Wendelinskapelle.

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